Die Presse schreibt am 28. April 1997: Der Eppendorfer Heimatverein ist am Ziel seiner Wünsche, nach dem Bezirk und den Fachausschüssen stimmt jetzt auch der Rat der Stadt Bochum dem Bau des "Thorpe Heimatmuseums" in Eppendorf zu. 

Von der Zustimmung bis zur Grundsteinlegung zum Museum hat es dann doch noch über 1 Jahr gedauert. Aber es ist ja auch kein Standartbauvorhaben. Viele Dinge müssen anders angegangen werden. Allein die Statik für ein Fachwerkgebäude zu erstellen ist nicht mit der Statik für ein gewöhnliches Wohnhaus zu vergleichen. Selbst die Ermittlung der Baukosten ist nicht so einfach. Man kann dabei nicht wie üblich rechnen: "Umbauter Raum x Kosten pro cbm = Baukosten". Erfahrungen beim Fachwerkbau waren auch nicht vorhanden. Wir waren aber zuversichtlich, das gesteckte Ziel zu erreichen und unseren Kostenplan auch einhalten zu können. Natürlich konnte das nur gelingen, wenn die hauptsächlichen Arbeiten von freiwilligen Helfern ohne Bezahlung geleistet wurden.

v.l. Gerd Robok, Wolfgang Schulz, Waltraud Butterbachv.l. Gerd Robok, Wolfgang Schulz, Waltraud Butterbach

 

Grundsteinlegung zum "Thorpe Heimatmuseum" am 6. Juni 1998 in Eppendorf, Engelsburger Str. 9

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Am 24. Oktober 1998 wurde das Richtfest für den 1. Bauabschnitt gefeiert. Der Zimmermann (Günter Seebach) und sein Gehilfe (Wolfgang Schulz) stehen im Dachgebälk und prosten den Gästen mit dem Richtspruch zu:

Der Richtspruch

Ich bin gestiegen ohn' Stock und Ranzel
auf dieses Hauses hohe Kanzel.
Ich bin geklettert und gekrochen.
Die Haxen sind heil, keins ist gebrochen.

Ich künd Euch allen große Freud,
die Ihr zum Richtfest erschienen seid.
Jetzt könnt Ihr Euch in Ruh' besehn,
was hier durch Zimmerleut Hand ist geschehn.

Die Sach hat sich zum Guten gewendet
und bald ist der stolze Bau wohl vollendet.

Verdienten wir Zimmerleut auch nicht viel Batzen
sind trotzdem geklettert wie die Katzen
und liefen auf den Balken hin und her
grad wie ein ganzes Ameisenheer.

Waren dabei ganz oben, also hochgestellt.
Wie Könige pfiffen wir von dort auf die Welt.

Es wurde gesägt, gehobelt, gezimmert fürwahr
und so exakt wie das kleinste Zimmerleuthaar,
die Balken, die Riegel, die Schwellen und Bänder, 
die Rähm, die Streben, die Sparren die Ständer
und haben das Ganze mit viel Bedacht
nach Meisters Wunsch zustand gebracht.

So sei nun das Werk Euch wert und teuer.
Der Herrgott bewahr es vor Feind und Feuer
und segne alle, die gehn ein und aus,
bringen Fried und Freud in dieses Haus.

                                       Prost.........

 

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